Rund 65.000 Besucher auf der Retro Classics 2012

Die zwölfte Stuttgarter Oldtimer-Messe Retro Classics, die am Wochenende zum fünften Mal im Messegelände beim Flughafen stattgefunden hat, ist mit einem mehr als zufrieden stellenden Ergebnis zu Ende gegangen. Mit rund 65.000 Besuchern wurde das ausgezeichnete Ergebnis des Vorjahrs trotz des frühlingshaften Wetters nahezu erreicht. Auf Ausstellerseite verzeichnete die Messe mit 1278 Ausstellern und rund 3000 ausgestellten Fahrzeugen eine ähnlich hohe Beteiligung wie 2011. Ihr Flächenbedarf hat das gesamte verfügbare Messegelände mit 100.000 Quadratmeter plus der Messepiazza in Anspruch genommen. Zudem hat die Internationalität der Stuttgarter Oldtimer-Messe zugelegt, was sich an Besuchern, Ausstellern und rund 570 Journalisten (2011: 478) aus rund 20 Ländern nachweisen lässt. Neue Aussteller kamen zum Beispiel aus Österreich, Belgien, Schweiz, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Ungarn, Italien, Niederlande, Polen und der Slowakei, während Besucher aus den Nachbarländern wie der Schweiz, Österreich, Tschechien, Frankreich und Benelux anreisten. Auch Gäste aus Polen, Großbritannien, Norwegen Finnland, Spanien, Portugal, Griechenland, Schweden, Ungarn, Italien oder Südafrika, Brasilien und Neuseeland wurden an den Ständen in den acht Messehallen begrüßt.

Kein Zufall war auch, dass der diesjährige Auftakt der internationalen Roadshow zur legendären Oldtimer-Rallye „Mille Miglia“ auf der Retro Classics in Stuttgart über die Bühne ging. Zudem wurde ein Großteil der Fahrzeuge (einschließlich Startplatz beim Rallye-Klassiker) bei der Mille Miglia Auktion des Hauses Lankes versteigert.

„Es war eine rundum erfolgreiche Veranstaltung. Die zwölfte Retro Classics ist den hohen Erwartungen absolut gerecht geworden“, freute sich Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart: „Unsere Automobil-Messe hat erneut an Qualität und Internationalität gewonnen, sowohl was Aussteller als auch Besucher angeht.“ Zudem sei ihr Markenzeichen als Premium-Ausstellung bestätigt worden. Dazu gehörten ein eigenes, klar geschliffenes Messeprofil sowie ein hochwertiges, Kaufkraft starkes Publikum, was „uns von den meisten anderen Oldtimer-Messen unterscheidet.“ Schließlich hätten sich die Besucher nicht nur am Anblick der vielen Fahrzeuge erfreut, sondern auch gekauft. So habe die Mehrheit der rund 500 Fahrzeuge auf der Händlerverkaufsbörse in Halle 6 wie auch im Privatverkauf auf der Motorgalerie in Halle 1 neue Besitzer gefunden. Bereits am Freitagabend hingen an mehreren Fahrzeugen sowohl im Oldtimer-, Youngtimer- wie auch im Neo Classics-Segment die „Verkauft“-Zettelchen, wobei viele Geschäfte speziell im hochpreisigen Segment gemacht wurden. Kein Wunder, schließlich wollten 17 Prozent der befragten Messebesucher mindestens einen neuen Oldtimer erwerben.

Feuerwehr-Oldtimer

Die Sonderausstellung der Feuerwehr-Oldtimer auf PKW-Basis gefiel mir persönlich mit am besten. Wer kann sich schon ein Rolls Royce als Feuerwehr Auto leisten?! Der 1930 gebaute Phantom II wurde 1940 zum Feuerwehrauto umgebaut und war bis 1961 in der Schweiz im Einsatz. Die 94 PS verschafften dem Phantom II eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Auch sehr schön der 1916 gebaute Ford T der eine Geschwindigkeit von 65 km/h erreichte oder der V8 Cadillac Typ 57 von 1919 der in Phoenix, Arizona im Einsatz war.

Bis 1963 war der Horch 835 bei der Horch Werksfeuerwehr im Einsatz. Der 1935 gebaute Wagen hat eine Leistung von 100 PS und ist mit einer Vorbaupumpe mit einer Leistung von 2500l pro Minute.

US Cars in Halle 5

Als ich 1988/89 in San Francisco lebte, hatte ich einen 1980er Chevrolet Impala. Dies Model habe ich zwar nicht auf der Messe gefunden, aber dafür viele andere geile US-Schlitten.

In Halle 5 konnten Fans amerikanischer Fahrzeuge tief die Welt ihrer Passion eintauchen. Ob Cadillac, Dodge, Buick oder Chevrolet, hier konnte jeder seinen Traum finden. Da mein Chefredakteur ja selber einen Ford Mustang fährt, musste ich mich erst mal belehren lassen, das Ford Mustangs ein Pony und kein Pferd am Kühlergrill hängen haben. Allerdings gefallen mir die älteren Jahrgänge des Mustangs, wie z. B. das 67er Mustang Cabriolet besser, als die neueren Modelle.

Eine Augenweide waren auch die „Hot Rod und Street Rod“ Modelle. Hier hat mir am besten der rote Ford Pickup Baujahr 1933 mit dem V8 Chevrolet Motor gefallen. Wobei bei mir das Äußere der Fahrzeuge wichtiger ist, den von Technik habe ich keine Ahnung.

Restaurations-Spezialisten für US Fahrzeuge wie die im Remstal ansässige Firma Oldschool Custom Works, die auf Fahrzeuge der Jahrgänge 1960-1975 spezialisiert sind, zeigten hier genauso ihr können wie die auf große Motoren spezialisierten Yankee Motors aus Nürnberg.

Formel 1 Legende zu Gast

Am Donnerstag wurde durch die Formel 1 Legende Jochen Maas und Le Mans-Sieger Jürgen Barth ein neu aufgebauter Rothmans-Porsche 911 SCRS präsentiert.

Der für den Rallyesport 1984 gebaute Porsche 911 SCRS war eines der erfolgreichsten Modell aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede.

 Acht der 21 in Kleinserie gebauten SCRS sind für das Rothmans Porsche Werksteam entstanden.

Das Fahrzeug, das am Stand des TÜV Süd zu sehen ist, wurde in monatelanger Kleinarbeit wieder aufgebaut und ist für den Einsatz mit Ex-Rallyemeister Wolfgang Inhester bei historischen Rallyes vorgesehen.

Seine Karriere führte Jochen Maas zu vielen Rennstrecken der Welt wie Le Mans, Silverstone, Hockenheim, Spa, Monaco und vielen mehr. Als Promotion Botschafter für die Retro Promotion GmbH wird Jochen Maas in Zukunft bei Veranstaltungen wie den Retro Classics, dem Oldtimer Event Retro  Classics meets Barock oder Klassiker-Reisen in ganz Europa unterwegs sein.

Die berühmteste Oldtimer Rallye der Welt

 Wer hat noch nicht von ihr gehört, der wohl berühmtesten Oldtimer Rallye der Welt, der „Mille Miglia“!

Alessandro Casali, Vorsitzender des Organisationsausschusses der Mille Miglia, präsentierte anlässlich der „bedeutenden europäischen Oldtimermesse Retro Classics“ die internationale Roadshow des diesjährigen historischen Langstreckenrennens. Die diesjährige Mille Miglia führt vom 17. bis 20. Mai 2012 auf der historischen Rennstrecke von Brescia nach Rom, wobei sie sechs Regionen Lombardei, Emilia-Romagna, Venetien, Toskana, Umbrien und Latium sowie den San Marino durchquert. Ein weiteres Highlight war am Freitag die 2. Lankes Mille Miglia Auktion. Hier hatte man die Gelegenheit Fahrzeuge für dieses historische Rennen zu ersteigern.

Also alles im allen wieder eine tolle Retro Classics! Und nun viel Spaß bei den Bildern und Impressionen von der Messe.

Hier sind die Fotos der Retro Classics

Interessante Links:

http://www.messestuttgart.de/cms/retroclassics2013_messe.0.html

http://www.retropromotion.de/

http://www.retroclassiccultur-ev.com/

http://www.hockenheim-historic.de/