Die 10. Klassikwelt Bodensee 2017

Wie schnell die Zeit vergeht.

So feiert die KLASSIKWELT BODENSEE in diesem Jahr bereits den 10. Geburtstag.

 

2007 startete die erste KLASSIKWELT BODENSEE und heute, zehn Jahre später, ist die Klassikwelt Bodensee ein wichtiger Termin im Messekalender und die Branche rund um das Thema klassische Mobilität ist größer und bedeutender als jemals zuvor. Immer mehr Menschen lassen sich von alten Autos, Motorrädern, Traktoren, Booten und Flugzeugen begeistern. Manch einer, weil Klassiker eine teils beträchtliche Rendite abwerfen. Die meisten aber, weil Oldtimer und Youngtimer einfach Spaß machen und Freude bereiten. Das Geschäft boomt und ein Ende ist nicht abzusehen. Solange sich die Menschen nach der guten alten Zeit sehnen, leben wir alle gut von und mit den Geschäften rund um die Mobilität der Vergangenheit. Frohe Aussichten also, für alle die im sicheren Boot der klassischen Mobilität sitzen. In diesem Sinne wünschen viel Erfolg und Spaß auf der 10. KLASSIKWELT BODENSEE

Die richtige Mischung bringt den Erfolg

Während sich ein Teil der Messebesucher in den Messehallen der A-Achse von der Clubszene und dem Vintage Racing auf dem Messerundkurs (ZF Motodrom) begeistern lassen, genießen die Fachbesucher in den Händlerhallen der B-Achse die für die Verkaufsgespräche notwendige Ruhe. Wenn anschließend der Traum Klassiker beim Händler des Vertrauens gefunden ist, steht nach dem Kaufvertrag einem Gläschen Champagner in der VIP-Lounge nichts mehr im Wege.

Nach Aussage der Händler und Restaurierungsbetriebe hat sich die im letzten Jahr erstmals eingeführte neue Hallenaufteilung zu 100 Prozent bewährt.

„Stromlinienförmiger Wikinger“ kommt an den Bodensee

copyright:„foto: klassikwelt bodensee“ Ein spektakuläres Restaurierungsprojekt auf der Basis eines BMW 328 in Stromlinienform wird erstmals auf dem Messestand von Restaurierungsfachbetrieb Joachim Ohlinger zu sehen sein

BMW 328 Stromlinien Coupé? Nie gehört? Das ist keine Bildungslücke, dieses Automobil ist einzigartig. Es handelt sich um ein Sportcoupé mit einer Karosserieform, die sich stark an den typischen Stromlinien-Automobilen der frühen dreißiger Jahre orientiert. Dieses spektakuläre Restaurierungsprojekt wird erstmals auf der Klassikwelt Bodensee vom 19. bis 21. Mai 2017 auf dem Messestand von Restaurierungsfachbetrieb Joachim Ohlinger zu sehen sein. „Der Bad Schussenrieder Spezialist zeigt nach dem ‚Kling K1‘, der 2016 die Fachbesucher der Klassikwelt Bodensee begeistert hat, im nächsten Jahr erneut ein Unikat der Extraklasse“, freut sich Messe-Projektleiter Roland Bosch.

Restauration eines Unikats der Extraklasse: Das stromlinienförmige Sport Coupé BMW 328. Ohlinger Automobile bereitet sich auf die Klassikwelt Bodensee 2017 vor.

Die Geschichte des neuen Restaurierungsobjektes begann im Jahre 1936, als der Däne A.E. Lansner stolzer Besitzer eines neuen BMW 328 Roadster wurde. Einige Jahre war der Eigentümer glücklich mit dem sportlichen Cabrio Roadster. Bilder zeigen ihn mit Frau und Kind im enggeschnittenen Zweisitzer auf einer Reise nach Italien. Besonders begeistert war der automobilbegeisterte Däne von der Faszination des geringen Widerstands, der „Stromlinie“ und vom legendären Bugatti Type 57 SC.

Der unerreichbare Traum von einem Bugatti mündete schließlich in eine Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Kopenhagen, wo der offene Roadster nach Vorbild der französischen Ikone in ein schmuckes und windschlüpfriges Coupé umgebaut wurde. Ein möglichst geringer Spritverbrauch stand nach Aussage von Helmut Leicht, der das Unikat 1981 in Dänemark entdeckt hatte, nicht im Vordergrund. Vielmehr war es der damalige Zeitgeist und der etwas vergrößerte Innenraum, in dem zur Not auch eine dritte Person im Fond sitzen konnte.

Es war reiner Zufall, so Leicht, dass in einem Gespräch über die Restaurierung des Kling K1 nebenbei erwähnt wurde, im dänischen Roskilde stehe noch ein BMW 328 in Stromlinienform. Autokenner Leicht zuckte kurz zusammen. Ein solches Fahrzeug, das weiß ein Experte, musste etwas ganz Besonderes sein. Eine Stromlinienform wurde von BMW werkseitig nicht angeboten. Tatsächlich entpuppte sich dieser Hinweis als Volltreffer. Unter einem vorsorglich gebastelten Verschlag stand ein verstaubtes, aber als BMW erkennbares Vorkriegsauto. Im Taschenlampenlicht war für den Kenner auch schnell klar, dass es sich hier um ein besonderes Coupé handeln musste. Bereits die Seitenlinie deutete auf ein ungewöhnliches Fahrzeugheck hin. Wie ungewöhnlich das Heck wirklich war, zeigte sich, als der Holzverschlag Stück für Stück entfernt wurde und das Auto in seiner ganzen Pracht zu sehen war. Auf die erste Begeisterung folgte zugleich auch die Ernüchterung: die Innenausstattung des Autos fehlte komplett. Das Auto war vollgestopft mit jeder Menge zum Auto gehörenden Teilen, von den Sitzmöbeln war aber weit und breit nichts mehr zu sehen. Auch das Armaturenbrett war teilweise ausgeräumt, aber wenigstens nahezu unbeschädigt. Die kleinen eleganten Türen und die intakten Scheiben waren ebenso wie die zweigeteilte Heckklappe noch in gutem Zustand. Das ehemals elegante Farbkleid in Maronenbraun war noch ansehnlich. Unter der Lackschicht der langen Motorhaube war erkennbar, dass der Roadster ursprünglich in weißer Wagenfarbe ausgeliefert wurde. Lediglich der Unterboden war komplett vom Rost zernagt, was wohl auch Grund dafür ist, dass die Sitze, da leicht demontierbar, fehlten.

Die Rekonstruktion der Sitze und des Innenraumes stellte das Restaurierungsteam um Joachim Ohlinger vor keine größeren Probleme. Ein kleines Stück Stoff von der Innentürverkleidung wird hier als Anhaltspunkt für die Gestaltung des Interieurs dienen. Fahrwerk, Motor und Getriebe sind sozusagen von der Stange, wie es Joachim Ohlinger ausdrückt. Fest steht, dass die Karosse ihr patiniertes Lackkleid behält. Interessant ist, dass das schnörkellose Heck keine Öffnungsmöglichkeit von außen hat. Ebenso wie die noch fehlenden Verkleidungen der hinteren Radkästen deutet Helmut Leicht als Zeichen, dass die Technische Hochschule Kopenhagen die Stromlinienthematik akribisch ausgelegt hat.

Besucher der Klassikwelt Bodensee können dieses Schmuckstück am Stand von Ohlinger Automobile sehen. Ob neben dem BMW noch ein weiteres heißes Eisen steht, lässt Joachim Ohlinger mit seinem für ihn typischen Schmunzeln noch offen. Dass er in diesem Jahr noch auf ein hochinteressantes französisches Vorkriegsrennauto gestoßen ist, ist allerdings ein offenes Geheimnis.

800 Aussteller, Clubs und Teilnehmer bieten umfassendes Angebot

Die 40 Jahre Porsche 928

Die Porsche Spezialisten von Krämer Sportwagen Service zeigen zusammen mit dem Porsche Club 928 einige der schönsten Exemplare des ersten Frontmotor Porsche, der im nächsten Jahr bereits seinen 40. Geburtstag feiert. In der Halle A3 begeistern aber nicht nur die achtzylindrigen 928-er, sondern auch pfeilschnelle 356er und 911er Modelle. Auch die deutlich langsameren Porsche Diesel Schlepper, die bis 1963 tausendfach in Friedrichhafen-Manzell gebaut wurden, werden in der Sonderausstellung „Mythos Porsche“ nicht fehlen.

Bella Italia

Nach dem Erfolg der Sonderschau „Fahren wie Gott in Frankreich“ im Foyer Ost, geht die Reise im nächsten Jahr nach Italien. Bei der Sonderschau „Bella Italia“ sorgen zwei- und vierrädrige Design-Ikonen für Emotion pur. Im Foyer Ost werden rund um den schiefen Turm von Pisa die schönsten Klassiker aus Bella Italia zu sehen sein. Nicht nur die Fans italienischer Fahrkultur bekommen hier leuchtende Augen. Die typischen genussorientierten Lebensart der Azzuros erfreut auch Besucher anderer Marken. Ob technische, musikalische oder kulinarische Leckerbissen, Bella Italia bringt Sonne in die Herzen der Messebesucher. Wer mit seinem italienischen Klassiker, egal ob Auto oder Motorrad teilnehmen möchte, darf sich gerne um einen Platz in der Sonderschau „Bella Italia“ bewerben. (Anmeldungen per E-Mail sind ab sofort möglich).

Größer, dicker, länger lautet das Motto beim US Car Special

Haug US Cars sowie weitere Händler und Clubs zeigen in der Halle B4 einen PS starken Überblick der größten Heckflossen aller Zeiten. Doch nicht nur die Monster aus Chrom und Stahl sind zu bewundern. Einige der enorm potenten Achtzylinder, darunter auch Rennautos die an der Rallye La Carrera Panamericana teilgenommen haben, sind auch auf dem Messerundkurs zu erleben.

Vintage-Demo-Racing

Immer mehr Rennsport-Enthusiasten und -Sammler lassen sich vom historischen Rennsport begeistern. Kein Wunder, dass der Messerundkurs mit den Vintage Racing Revivals seit Beginn der Klassikwelt Bodensee zu einem Highlight auf dem Messegelände entwickelt hat.  Neu: Ab dem nächsten Jahr drehen die historischen Rennfahrzeuge auch tagsüber auf der großen Messemeile ihre schnellen Runden. Sowohl für die Teilnehmer, als auch für die Zuschauer bedeutet diese Neuerung eine deutliche Steigerung der Attraktivität. Auch wenn es sich weiterhin nicht um Rennsport im Sinne einer Sportveranstaltung mit Zeitmessung und Siegerehrung handelt, wird durch den erweiterten Rundkurs eine Atmosphäre erzeugt, die an die glorreichen Zeiten des Rennsports erinnert. Erstmals mit dabei ist nächstes Jahr Autobild-Sportcars mit einem Sonderlauf „Rallye Racing Classics“. Zu sehen sind die Autos und einige der damaligen Helden am Volant anschließend auch im historischen Fahrerlager der Halle A6.

Akrobaten der Lüfte

Auf der KLASSIKWELT BODENSEE kommen auch die Freunde der Luftfahrt auf Ihre Kosten. Wo sonst als in der Zeppelinstadt Friedrichshafen lässt sich die Geschichte der Luftfahrt besser erleben? Wenn bei der täglichen Airshow (14.30 – 15.00 h) der Sound der klassischen Flugmotoren erklingt und die waghalsigen Piloten ihre Figuren in den Himmel zaubern, steht der Adrenalinpegel am oberen Level.

Ein Highlight der Extraklasse und ein Novum auf der diesjährigen KLASSIKWELT BODENSEE ist die Helikopter Airshow von Rainer Wilke mit seiner BO 105. Es ist kaum nachvollziehbar, was der Flying Bull Pilot mit seinem „Mehrzweck“-Hubschrauber alles anstellt. Aber auch die Performance die Vater Walter und Sohn Toni Eichhorn mit einer T6 und einer Extra 300 an den Tag legen, ist kaum zu toppen. Ebenso garantiert die Vorführung der berüchtigten P 51 Mustang oder der Segelkunstflug von Henry Bohlig ein Airshow Erlebnis, wie es nur die Heimat des Grafen von Zeppelin bieten kann. Weitere hochinteressante Flugzeugklassiker der Vorkriegszeit stehen im Hangar der Halle A3. Neben acht Raritäten der Antique Aeroflyers und der königlichen DH Dove kommt aus dem schweizerischen Altenrhein die Auster, die einst von Heinz Rühmann persönlich pilotiert wurde.

Klassikwelt Bodensee - Historische Mobilität auf einem neuen Level

 Zehnte Klassikwelt Bodensee ging am Sonntag nach drei Tagen zu Ende - Insgesamt 38 900 Besucher - 2018 geht der Oldtimer-Event mit dem neuem Namen "Motorworld Classics Bodensee" an den Start - Zukunftsweisende Partnerschaft:

Friedrichshafen - "Die Leidenschaft bleibt, der Name ändert sich." Der Name "Klassikwelt Bodensee" ist seit Sonntag Geschichte, aber die erfolgreiche Oldtimerstory findet ihre Fortsetzung mit der "Motorworld Classics Bodensee", die im Mai 2018 mit einer neuen Partnerschaft in Friedrichshafen an den Start geht. 38 900 Besucher (2016: 38 700) kamen zur Oldtimermesse und sorgten an ihrem zehnten Geburtstag für einen krönenden Abschluss. Die Liebhaber historischer Fahrzeuge ließen es ordentlich krachen und sorgten bei ihrer Anfahrt für ein großes Verkehrsaufkommen rund um Friedrichshafen. Der Slogan "zu Wasser, zu Lande und in der Luft" - mit rollenden, schwimmenden und fliegenden Oldtimern steht seit zehn Jahren für ein historisches Branchenmeeting, das alle Facetten der klassischen Mobilität in Szene setzt. "Hier geht es um die mobile Faszination und um das Oldtimer-Geschäft in Kombination mit einem dynamischen Event. Wir freuen uns über den sehr guten Verlauf", zogen Messechef Klaus Wellmann und Projektleiter Roland Bosch am Sonntag zu Messeschluss ein positives Fazit.

Die zehnte Klassikwelt Bodensee präsentierte sich mit 800 Ausstellern, Clubs und Teilnehmern aus 17 Ländern als ein Branchenmeeting ganz speziell auf die Liebhaber zugeschnitten, die von historischen Fahrzeugen begeistert sind und gleichzeitig den Duft von Benzin und Öl inhallieren wollen. Bei den täglichen Vintage Demo Racings auf dem erweiterten ZF-Motodrom trafen sich die klassischen Rennfahrzeuge auf dem neuen 1,6 Kilometer langen Rundkurs. Auch bei der Airshow der fliegenden Raritäten begeisterten die Flugzeuge mit ihrem unnachahmlichen Sound am Himmel.

Rund um den "Schiefen Turm von Pisa" parkten im Messefoyer Ost diesmal die italienischen Marken im klassischen Design. "Bella Italia" - das ist Fiat, Alfa Romeo und Lancia, natürlich auch Ferrari, Lamborghini und Maserati. Fans von kräftigen Dreirädern (Threewheeler aus England), Liebhaber von klassischen Motorrädern kamen auf ihre Kosten. Die Sonderschauen der Honda-Klassiker und der Dreizylinder Motorräder rund um das ACE-Café waren dicht umlagert.

Wer ein rares Ersatzteil für sein altes Fahrzeug suchte, dem bot sich ein umfassendes Angebot im Teilemarkt. Wer selbst Schrauber ist, holte sich fachliche Tipps bei den "Fachkräften live" in der Lebenden Werkstatt. Hier zeigten Experten, wie man Blech formt und bearbeitet sowie Karosserien schweißt. Auf dem historischen Campingplatz im Freigelände konnten sich die Besucher an die guten alten "Urlaubs"-Zeiten erinnern. Ein ganz besonderer "Hingucker" und immer dicht von Handyfotografen umlagert: ein Gespann mit Isetta und winzigem Wohnwagen in orange.

Unter den Oldtimermessen in Deutschland ist die Klassikwelt Bodensee seit zehn Jahren in der Szene bekannt für ihren besonderen Charme und hohen Eventcharakter. Mit dem Ziel, das erfolgreiche Konzept weiter auszubauen, gehen die beiden Partner, Motorworld Group und Messe Friedrichshafen ab 2018 mit einer neuen Kooperation und einem neuen Namen ins Rennen. Ab 2018 treffen sich die Oldtimerliebhaber auf der Motorworld Classics Bodensee.

FOTOS DER KLASSIKWELT BODENSEE: Flugzeuge und Flugshow , Halle A6_Fahrerlager , Halle B4_US Cars , Impressionen

Der Name ändert sich, die Leidenschaft bleibt: Klassikwelt Bodensee wird ab 2018 zur MOTORWORLD Classics Bodensee und setzt verstärkt auf das Erlebnis Mobilität

Unter den Oldtimermessen in Deutschland ist die Klassikwelt Bodensee bekannt für ihren besonderen Charme und hohen Eventcharakter. Schon der Austragungsort Friedrichshafen atmet die Historie der Mobilität - zu Luft, zu Lande und zu Wasser - wie kein anderer. Mit dem Ziel, das erfolgreiche Konzept weiter auszubauen, ist eine neue Partnerschaft entstanden: Die Messe Friedrichshafen GmbH und die Motorworld Group veranstalten im Jahr 2018 erstmals gemeinsam die Messe am Bodensee. Der neue Name - MOTORWORLD Classics Bodensee - steht für eine charmante und zugleich kraftvolle Weichenstellung mit Zukunft.

Friedrichshafen kann mit Fug und Recht für sich beanspruchen, eine der entscheidenden Wiegen der Mobilität zu sein. Die Visionen von Luftschifferfinder Ferdinand Graf von Zeppelin, Motorenbauer Carl Maybach, Flugzeugkonstrukteur Claude Dornier und Getriebeingenieur Alfred Graf von Soden-Fraunhofen nahmen hier ihren Anfang: Als Pioniere und zugleich Weggefährten setzten sie Meilensteine, brachten die Welt in Bewegung. "Von Anfang an war diese eindrucksvolle Geschichte eine starke Inspirationsquelle für die Klassikwelt Bodensee", erläutert Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen, den ganz besonderen Charme der jährlich im Frühjahr stattfindenden Ausstellung. "Räumlich, inhaltlich und zugleich stilvoll erweckt sie, wie keine andere Veranstaltung ihrer Art in Deutschland, diese Wurzeln jedes Jahr aufs Neue zum Leben."