Bosch Hockenheim Historic - 2016

Rechtzeitig zur Saisoneröffnung auf dem Hockenheimring hält der Frühling Einzug. Wie in jedem Jahr beginnt die Rennsaison auf dem Hockenheimring mit dem Jim Clark Revival, der Bosch Hockenheim Historic 2016.

Vom 15. Bis zum 17. April 2016 gibt es wieder Motorsport zum Anfassen. Nichts gegen die Formel 1 oder die DTM, das sind ohne Zweifel Motorsport Events der Sonderklasse! Aber wo kann man als Besucher so nah an die Protagonisten, an die Autos und in die Boxengasse? Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Vielzahl an Rennklassen auf der Strecke zu bestaunen. (Weitere Informationen zu den Rennklassen findet Ihr unter den jeweiligen Links)

Zu meinen Favoriten gehört die FIA Lurani Trophie. In dieser Klasse sind packende und spannende Zweikämpfe am laufenden Band zu bestaunen. www.formulajunior.com

Der CANAM Challenge Cup steht für Canadian-American Challenge Cup und ist mit seinen tief dröhnenden Motoren seit 2014 bei der Hockenheim Historic mit dabei. http://www.canadian-american-challenge-cup.com

YTCC: Die Youngtimer Touring Car Challenge ist eine Rennserie für Tourenwagen aus der Zeit von vor 1990. www.youngtimertrophy.nl

BOSS GP = Big Open Single Seater! Die schnellste Rennserie Europas und wohl die spektakulärste mit seinen Fahrzeugen aus der vergangenen Formel 1, der GP2 Serie und auch aus den alten Indycar Seirien. www.bossgp.com

Die Historische Formel V schickt Fahrzeuge aus der größten, damaligen Nachwuchsserie auf die Strecke. Starterfelder mit bis zu 70 Fahrzeugen war früher keine Seltenheit. www.formel-vau.de

RGG by Team FNT sind moderne Fahrzeuge der Formel1 die im Rahmen der Hockenheim Historic auf die Strecke geschickt werden.

Die Triumph Competition ist eine sehr beliebte Serie des TR Registers e.V., eine der größten Markeclubs Deutschlands, die dieses Jahr in ihre 22. Saison geht.  www.triumph-competition.de

Scudery Alfa Classic! Die größte europäische Serie für Alfa Romeo Tourenwagen. www.scuderia-alfa-classico.de

Der Race Club Germany ist Zusammenschluss vom Besitzern alter Formel Rennwagen aus ganz Europa.  www.raceclub-germany.de

Im Lotus Cup Europe wird Lotusfahrern die Gelegenheit gegeben auf den bekanntesten Rennstrecken Europas unterwegs zu sein.  http://www.lotrdc.com

Die Fahrzeuge des STT H&R Cup ist ein fester Bestandteil der deutschen Motorsportszene, in der Tradition und Modere aufeinandertreffen. Moderne GT3 Fahrzeuge gegen 30 Jahre alte Tourenwagen. Auch sehr spannend!  www.stt-motorsport.de

- Text: Marc Stibbe -

Startende Rennserien bieten breites Spektrum an Young- und Oldtimern

13 Old- und Youngtimer-Klassen im Motodrom am Start

Saisonauftakt der Extraklasse: Die im Rahmen der Bosch Hockenheim Historic 2016 startenden Formel-, Sport- und Tourenwagen bieten ein breites Spektrum an Young- und Oldtimern. Neun Rennklassen sowie vier hochkarätig besetzte Demonstrations-läufe werden am Hockenheimring an den Start gehen.

Zu den Publikumsmagneten zählt seit Jahren die „FIA Lurani Trophy“, die sich durch ihre spannenden Zweikämpfe auszeichnet. Die Wurzeln dieser Serie gehen bis in das Jahr 1958 zurück. Damals brachte Count Johnny Lurani in Monza eine Nachwuchs-klasse für italienische Piloten an den Start. Die Rechnung ging auf – und zwar in-ternational. Spitzenfahrer wie Jim Clark, John Surtees, Mike Spence und Peter Arun-dell verdienten sich die ersten Sporen in den kleinen Monopostos.

Unter dem Label „BOSS GP“ messen sich die international schnellsten Rennwagen der 80er- und 90er-Jahre. Im Renneinsatz kämpfen Formel 1-Fahrzeuge der Marken Arrows, Benetton und Jaguar mit den derzeit einzigen noch im Renneinsatz befind-lichen amerikanischen Champcars und Indycars um Meisterschaftspunkte. Hinzu gesellen sich die Boliden aus der GP2-Rennserie sowie die nicht minder schnellen Fahrzeuge der World Series by Renault.

Im Jahr 1963 fand die erste US-Formula-Vee-Meisterschaft statt. Begeistert von der amerikanischen Idee einer preisgünstigen Einstiegsklasse auf VW-Basis griffen Ferry Porsche und der damalige Porsche-Rennleiter Fritz Huschke von Hanstein diese Idee auf und etablierten von 1965 an die erfolgreiche Rennserie in Europa. Seit über 20 Jahren kümmert sich die Historische Formel Vau Europa e. V. um die Bewahrung und Fortführung dieser Erfolgsgeschichte. Bei der Bosch Hockenheim Historic star-tet die „Formel Vau“ in die neue Meisterschaftssaison.

Neben den Rennserien gibt es Demonstrationsläufe mit Formel-Fahrzeugen. Mit Spannung erwartet wird dabei die Präsentation vom „Team FNT“, das zeitgenössi-sche Formel 1-Boliden mit dem Schwerpunkt Toyota vorführt. Highlight wird dabei die Darbietung der Box selbst sein, welche mit Original-Equipment aufgebaut wird. Bei den Läufen des „Raceclub Germany Historic“ wird dem Publikum eine außerge-wöhnliche Palette an Formel-Fahrzeugen aus ganz Europa geboten. Die ältesten Fahrzeuge sind Grand-Prix-Boliden der 40er- und 50er-Jahre, wie beispielsweise der Maserati 250 F, den Stirling Moss ehemals pilotierte. Bei den Formel 2- und Formel 3-Fahrzeugen starten Lotus, March oder G.R.D., die vor Jahrzehnten von Legenden wie Jochen Rindt und Ronnie Peterson gefahren wurden. Bei diesen Demonstrati-onsläufen erleben Zuschauer die technische Entwicklungsgeschichte der Einsitzer hautnah.

Sport- und Tourenwagen

Der CANADIAN-AMERICAN Challenge Cup, kurz „CanAm-Cup“, feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Von 1966 an bis 1974 brachte die damals spektakulärste Rennserie der Welt den Veranstaltern Zuschauerrekorde ein. In den insgesamt neun Jahren wurden 71 Rennen ausgetragen und stahlen teilweise sogar der Formel 1 die Show. Die amerikanischen Hubraum-Giganten werden bei der Bosch Hockenheim Historic zwei Rennen bestreiten.

Die „Interserie“ war das europäische Pendant zum amerikanischen CanAm-Cup. Die Serie wurde 1970 von den Motorsport-Clubs Nürnberg und Stuttgart ins Leben geru-fen. Der Hockenheimring gehörte zu den regelmäßigen Austragungsorten. Jürgen Neuhaus, der die erste Meisterschaft gewann, wird bei der Bosch Hockenheim Histo-ric 2016 als Ehrengast dabei sein und einmal am Tag rund 30 CanAm- und Interse-rie-Boliden zu Demonstrationsläufen auf die Strecke schicken. Die Hockenheim-Ring GmbH hat in Zusammenarbeit mit der Solitude GmbH dazu besondere Interserie-Fahrzeuge wie Porsches vom Typ 917, 910 oder 908 eingeladen.

Penske – dieser Name steht seit jeher für Rennsport auf höchstem Niveau. Dieser Tradition folgend hat sich Christian Boe, Geschäftsführer des Porsche Zentrum Mannheim - Penske Sportwagenzentrum GmbH, dem Motorsport verpflichtet. Des-halb schreibt sein Team in diesem Jahr bei der Bosch Hockenheim Historic die tra-ditionsreiche Rennsportgeschichte fort. Nachdem der „Herbert Linge Pokal“ in den letzten zwei Jahren auf dem Nürburgring ausgetragen wurde, wird der Demonstrati-onslauf zu Ehren des Porsche-Urgesteins Herbert Linge in diesem Jahr am Hocken-heimring stattfinden. Hier haben Liebhaber klassischer Renn- und GT-Fahrzeuge (be-vorzugt Porsche Modelle) die Gelegenheit, ihre sportlichen Zeitzeugen artgerecht zu bewegen.

Als die „Spezial Tourenwagen Trophy“ im Jahr 1986 aus der Taufe gehoben wurde, war keineswegs absehbar, dass die Serie heute mit der Rekordeinschreibung von 46 Fahrzeugen zu einem festen Bestandteil der Oldtimerlandschaft gehören würde. Längst spielen aktuelle GT3-Renner, aber auch neuere DTM-Boliden und hubraum-starke V8-STAR-Fahrzeuge, die Hauptrolle. Wenn der Spezial Tourenwagen Trophy H&R Cup bei der Bosch Hockenheim Historic in die neue Saison startet, ist Rekord-champion Rolf Rummel auch nach 30 Jahren immer noch mit von der Partie.

In der niederländischen „Youngtimer Touring Car Challenge“ (YTCC) starten Fahrer aus ganz Europa mit Tourenwagen vor 1990. Es kämpfen Ford Escort, Sunbeam Lo-tus, VW Käfer, Trabant und Renault Alpine A310 um die Positionen mit Lotus Esprit, BMW E30 M3, BMW M1, BMW 635CSi, Opel Ascona und Porsche 911 sowie 944. Da viele Fahrzeuge aus dem Straßenverkehr noch bekannt sind, sind die YTCC-Läufe für Zuschauer besonders interessant.

Bei der Bosch Hockenheim Historic starten auch Markenpokale wie die traditionelle „Triumph Competition & Bristish GTs“. Es handelt sich dabei um die durch die FIA international anerkannte historische Rennserie des TR-Register Deutschland e. V., einem der größten Markenclubs Deutschlands.

Ferner sorgt die „Scuderia Alfa Classico“ dafür, dass die ruhmreichen Zeiten und wunderschönen Modelle des italienischen Automobilbaus nicht in Vergessenheit geraten. Durch die Kooperation mit der niederländischen Alfa Romeo Challenge bringt man ein Starterfeld von durchschnittlich 45 italienischen Rennwagen auf die Strecke.

Der „Lotus Cup Europe“ ist weltweit die einzige offizielle Lotus-Rennserie. Gestartet wird nach dem FIA-Reglement. Aufgeteilt in fünf Klassen repräsentiert der Cup die große Bandbreite von produzierten Lotus-Fahrzeugen, von der Elise bis zum Exige Cup V6. Da der Name Lotus fest mit Jim Clark verbunden ist und der zweifache Weltmeister u. a. Lotus-Tourenwagen fuhr, rundet der „Lotus Cup Europe“ die Bosch Hockenheim Historic perfekt ab.

Zudem haben Young- und Oldtimer-Clubs sowie Besitzer von historischen Sportwa-gen Gelegenheit, ihre Fahrzeuge auf dem Markenclub-Gelände bei der Mercedes-Tribüne auszustellen und Präsentationsrunden über die Rennstrecke zu drehen. Die attraktive Clubszene, hochkarätige Rennserien, viele Sonderaktionen und Ausstel-lungen sowie das frei zugängliche Fahrerlager machen dieses exzellente Motorsport-Wochenende zu einem Muss für jeden Fan. Es ist der langerwartete Auftakt in die neue Rennsaison.

Jim Clark Biographie 04.März 1936 – 07.April 1968

 James „Jim“ Clark junior, (* 4. März  1936 in Kilmany, Fife, Schottland; † 7. April 1968  in Hockenheim)

Jim Clark gilt bis heute als einer der besten Formel-1-Piloten der Geschichte und wurde zum Vorbild für zahlreiche spätere Weltmeister, darunter Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna. Seine 25 Siege in zur Fahrer-Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix stellten bei seinem Tod Formel-1-Rekord dar.

Tödlicher Unfall

Nachdem sein F2-Wagen in der Woche zuvor in Barcelona beschädigt wurde, aber ein Einsatz für Ford beim Sportwagenrennen in Brands Hatch nicht zustande kam, trat er doch auf dem Hockenheimring an, nachdem er am Abend zuvor im Aktuellen Sportstudio interviewt wurde. Im Regen verunglückte der 32-Jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel-2-Rennen tödlich, vermutlich infolge eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach dem Motodrom von der Piste abkam und mit seinem Lotus 48 gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark waren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr. Die von Lotus-Chef Colin Chapman in Auftrag gegebene Untersuchung des Unfalls durch Peter Jowitt, einen auf Unfallermittlungen von Militärflugzeugprototypen spezialisierten Ingenieur, ergab, dass Jim Clark keine Chance hatte. Auf dem Waldboden versuchte er noch mit Maximaldrehzahl das Fahrzeug in eine andere Richtung zu steuern, doch durch die Vielzahl der Bäume fehlte der Platz und es kam zu dem fatalen seitlichen Einschlag. Jowitt kam zu dem Ergebnis, dass ein Reifenschaden ursächlich für das Unglück war. Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die Jim-Clark-Schikane genannt wurde. An der Unglücksstelle wurde ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich“ zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde.

Clarks Tod erschütterte den gesamten Rennsport bis in seine Grundfesten und schockierte insbesondere die Fahrerkollegen. Juan Manuel Fangio sagte noch kurz vor seinem Tod im Jahre 1995, dass seiner Meinung nach Jim Clark der mit Abstand größte Fahrer aller Zeiten sei. Bereits in seinem Nachruf auf Clark im April 1968 äußerte er unumwunden: „Er war besser als ich.“ Eine vergleichbare Reaktion gab es lediglich noch einmal in der langen Geschichte der Formel 1, 26 Jahre später mit dem Tod Ayrton Sennas. Jene Jahre des Rennsports waren von einer ganzen Reihe von tödlichen Unfällen in den Topkategorien des Motorsports überschattet: Zwischen 1967 und 1971 kamen Lorenzo Bandini (Ferrari, Monaco), Lucien Bianchi (Alfa Romeo, Le Mans), Mike Spence (Indianapolis), Piers Courage (Zandvoort), Ludovico Scarfiotti (Bergrennen Roßfeld), Bruce McLaren (Goodwood), Jochen Rindt (Monza), Pedro Rodriguez (Norisring) und Jo Siffert (Brands Hatch) in ihren Rennwagen ums Leben.

2016 Bosch Hockenheim Historic - Das Jim Clark Revival

Historischer Saisonauftakt trotzt Witterungsverhältnissen

Bei der Bosch Hockenheim Historic - Das Jim Clark Revival am vergangenen Wochenende erlebten die Zuschauer tollen Motorsport und ein attraktives Rahmenprogramm. Großen Zuspruch erhielt die Veranstaltung seitens der Teilnehmer: Rund 460 gemeldete Fahrer gingen am Wochenende an den Start. Diese wurden von rund 15.000 Zuschauer angefeuert, die trotz des wechselhaften Wetters an den Hockenheimring kamen, dessen stadionartiges Motodrom in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert.

Die einzelnen Rennklassen waren im Jubiläumsjahr an Spannung kaum zu übertreffen. Nach Wasserschlachten am Vormittag trocknete die Strecke am Samstag sowie am Sonntag jeweils gegen 14.00 Uhr ab. In dieses Zeitfenster fiel die Boss GP, was sich an den fabelhaften Rundenzeiten bemerkbar machte. Der Holländer Klaas Zwart auf Jaguar Cosworth und der Österreicher Ingo Gerstl auf dem Toro Rosso Cosworth lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Samstag gewann Zwart, der sich übrigens mit Halbmarathon-Läufen auf die unglaublichen körperlichen Belastungen durch die Querbeschleunigung vorbereitet, am Sonntag belegte Gerstl mit einer schnellsten Runde von 1:23.499 Minuten den ersten Platz.

Nasse Fahrbahnverhältnisse beeinflussten die Rundenzeiten des CANADIAN-AMERICAN Challenge Cup. Die Big Banger benötigten pro Runde etwas unter zwei Minuten. Dabei hatten die beiden schnellsten Fahrzeuge bereits im Training Pech. Der Engländer Andy Newall kam mit seinem McLaren M8F von der Strecke ab, nachdem ein Stein das Gasgestänge blockiert hatte, und am March 717 von Richard Dodkins platzte der Motor.

Somit war der Italiener Michele Liguori in seiner Lola T 272 nicht zu schlagen. Übrigens hat sich mit Marco Werner auf dem Porsche 936 Langheck ein weiterer Profi in diesem faszinierenden Lauf gemessen.

Bei der FIA Lurani Trophy machten die vorderen Platzierungen die Brabham BT6 sowie die Lotus untereinander aus. Das erste Rennen gewann der Italiener Pierre Tonetti auf Brabham und das zweite Rennen sein Landsmann Manfredo Rossi Di Montelera. Vielleicht hat der historische Hintergrund beide Erstplatzierten aus Italien beflügelt. Die Wurzeln der Serie gehen bis in das Jahr 1958 zurück. Count Johnny Lurani etablierte im italienischen Monza eine Nachwuchsklasse für Grand-Prix-Fahrer.

Auch die drei markenspezifischen Rennen boten Motorsport vom Feinsten. Beim Lotus Cup Europe war der Evora GT 4 des Engländers Jonathan Packer nicht zu schlagen, bei der Scuderia Alfa Classico dominierte der Holländer Bart Den Hartog auf dem 147 GTA Cup und bei der Triumph Competition und British HTGT siegten der Belgier Paul Lejeune auf seinem TR4 und der Luxemburger Philippe Vermast auf seinem TR6.

Beim Spezial Tourenwagen Trophy H&R Cup konnte Jürgen Bender mit der Chevrolet Corvette Z06 GT3 R die Porsche 997 GT3 R schlagen. Bei der Yougtimer Touring Car Challenge bis 2500 ccm setzte sich der Belgier Bas van Elderen auf seinem top-präparierten BMW 325i aus dem Jahr 1988 vor eine Armada von Porsche-Fahrzeugen. In der Klasse über 2,5 Liter Hubraum war Daniel Schrey auf dem Porsche 935 K1 von 1979 mit Rundenzeiten von rund 1:51 Minuten nicht zu schlagen.

Mit 55 Startern bot der Gleichmäßigkeitslauf der Formel Vau ein tolles Spektrum der auf VW basierenden Monopostos und der Raceclub Germany Historic präsentierte auch in diesem Jahr fast fünf Jahrzehnte Formel-Rennsport, abgerundet durch eine eigene Präsentation von Toyota Formel-1-Boliden.

Der Sonderlauf CanAm meets Interserie zeigte unter anderem eine in Europa kaum zu erlebende Vielfalt an Porsche-Sportprototypen vom Typ Carrera 6, 904, 910, 908 Flunder, 908 Coupe 917 und 917/30 Turbo mit rund 1000 PS.

Auch beim Herbert-Linge-Pokal erlebten die Zuschauer eine schöne Vielfalt an frühen Porsche-Fahrzeugen. Herbert Linge war übrigens das ganze Wochenende anwesend und schrieb Autogramme, ebenso wie seine Rennfahrer-Kollegen Jürgen Neuhaus, Jochen Mass, Mario Werner, Michael Bartels, Martin Donnelly und Ellen Lohr. Überhaupt zeigte das Rahmenprogramm der Bosch Hockenheim Historic eine noch nie dagewesene Vielfalt, zu der auch die Kranzniederlegung am Grab von Jim Clark mit seinem Weggefährten Warren King und dem Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH Georg Seiler gehörten. Viele Händler, Ausstellungen, eine große Slotcar-Bahn sowie das große Markenclub Areal boten viel Abwechslung für große und kleine Rennbesucher.

Die Designpreise der Designhochschule Pforzheim, Studiengang Transportation Design, überreichte Prof. James Kelly in diesem Jahr an Harry Read für seinen McLaren in der Kategorie Sportprototypen und an den Holländer Floris-Jan Hekker für seinen Rayberg Formel-Junior in der Kategorie Formel-Rennwagen. Ein Porsche 911 im Martini-Design erhielt den Designpreis für den schönsten GT-Wagen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hockenheim-historic.de

Fotos 2016: Boss GP , Formel Vau Europe , Herbert Linge Pokal , Canadian-American Challenge CupFIA Lurani Trophy , Youngtimer Classic Challenge , Boxengasse

Fotos von Marc Stibbe: Rennserien , Boxengasse ,

Videos gibt es Hier!

 

Fotos und Bericht: 2015

Fotos und Bericht: 2014

Tödlicher Unfall bei der Bosch Hockenheim Historic 2014

Im freien Training der Triumph Competetion und British GTs verunglückte der 69-jährige schottische Rennfahrer Dr. Albert Fleming am Freitag tödlich. Sein Lotus Elan, Baujahr 1963, hatte massiv Öl verloren und war dadurch bei Vollgas, in der Mitte der langgezogenen Parabolica-Kurve, ins Schleudern gekommen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen durch die Rennärzte erlag er seinen schweren Verletzungen. Die Veranstaltung wurde sofort abgebrochen. Dr. Fleming nahm seit seinem 18. Geburtstag an Rennen in ganz Europa statt und liebte nach Auskunft seiner Fahrerkollegen seinen Sport. Auf Wunsch der Familie und der Rennserie fand die Veranstaltung am Samstag und Sonntag wie vorgesehen statt. Zum Gedenken an Dr. Fleming versammelten sich seine Fahrerkollegen und der Veranstalter  am Samstag zu einer Schweigeminute auf der Rennstrecke.

Fotos und Bericht: 2012

Fotos und Bericht: 2011

Fotos und Bericht: 2010