Stefan Bellof Tribute

foto: dpa Wenn ich mich so zurück erinnere an meine Kindheit und frühe Jugend, dann sind Rennsport Namen wie Niki Lauda, Hans-Joachim Stuck, Jochen Maas, Jody Scheckter , Mario Andretti und viele andere mir im Gedächtnis geblieben. Aber auch der Name Stefan Bellof. Vom 13. Bis 15.4.2012 findet nun ein Stefan Bellof Tribute im Rahmen der “Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival 2012“ statt. Also ein muss für alle Stefan Bellof  Fans. Stefan Bellof (Foto: dpa) war ein großes Deutsches Rennsport Talent, das leider wie so viele andere zu früh gestorben ist. Er feierte Erfolge in der Formel Ford, Formel Super V und der Deutschen Formel 3 Meisterschaft bevor er für das deutsche March-BMW Team in der Formel 2 startete. Und wie Erfolgreich! Die ersten beiden Rennen in Silverstone und am Hockenheim Ring gewann der Rockie. Am Ende der hart umkämpften Saison wurde er 4.! In der Sportwagen Meisterschaft in der Stefan Bellof für das Porsche Werksteam fuhr, konnte er namenhafte Kollegen wie Jochen Maas und Keke Rosberg deklassieren. In die Formel 1 stieg er 1984 beim einzigen noch mit den unterlegenen Saugmotoren fahrenden Tyrell Team ein. Im ersten Rennen in Brasilien konnte er von Platz 23 startend, sich in den ersten 3 Runden auf Platz 13 verbessern, als ihn ein technischer Defekt zum Ausscheiden zwang.

Seine noch so junge Karriere wurde durch einen Unfall beim 1000-km-Rennen in Spa-Francorchamps während einer Kollusion beim Überholen von Jacky Ickx beendet. Weiter Information zu Stefan Bellof unter http://www.stefan-bellof.de/ !

Die Magische Zahl „949“!

949 Fahrzeuge die älter als 30 Jahre sind müssen am 14. April ab 18:00 Uhr eine Runde auf dem 4,574 km langen Grand-Prix-Kurs des Hockenheimrings fahren um den 10 Jahre alten Rekord von der holländischen Rennstrecke Zandvoort zu brechen! Ein Eintrag im Guinness Buch als „Das größte rollende Automobile Museum der Welt“ wäre der Lohn. Daher sind alle Besitzer 30 Jahre alter Fahrzeuge aufgerufen sich unter http://www.hockenheim-historic.de/informationen/anmeldung-guiness-weltrekord zu diesem Rekordversuch anzumelden.

Formel Rennwagen aus 5 Rennserien

Formel 1, Formel 2, Boss GP, FIA Lurani Trophy (meine persönlichen Favoriten) und noch mehr gibt es dieses Wochenende zu sehen! Und das Beste ist natürlich, jeder Zuschauer kann sie auch anfassen, da die Fahrerlager wie immer für die Besucher offen sind.

Ein Schmankerl ist auch wieder die moderneren Formel 1Wagen von Arrows A22 (2001) und Toyota. Wie professionell Formel 1 Rennställe arbeiten kann man wieder in der von der Firma Fuchs Neue Technologien GmbH präsentierten Box sehen

Race History on Track

Eine bunte Sammlung verschiedener Rennklassen gibt es beim „Race History on Track“ (RHoT) zu sehen. Sechzig Jahre Rennsportgeschichte ist hier zu bestaunen. Wagen wie der F1 Ferrari 500 aus dem Jahr 1952, der F1 Cooper T53 (Baujahr 1961), Toyota TF 102, TF104, und TF105 aus den Jahren 2002, 2004 und 2005. Außerdem die Formel 2 Marken Lotus, March oder G.R.D, Formel 3 Wagen und mehr. Wer Benzin im Blut hat, Abgase und Gummigeruch liebt und braucht, ist hier richtig. Wir von Binzers.de berichten dieses Jahr bereits zum drittenmal vom „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival“ und sind inzwischen süchtig. Wer aber keine Zeit hat oder den Weg zum Hockenheim Ring scheut kann sich eine Woche nach dem Event hier bei Binzers.de die Bilder ansehen und den Bericht lesen. Weitere Informationen bekommt Ihr unter http://www.hockenheimring.net/hockenheim-historic-zeitplan !

Fotos und Bericht by Marc Stibbe:

Samstag, 14.4.2012, 8:50 Uhr ich habe meine Ohrenstöpsel noch nicht richtig im Ohr, da heulen schon die ersten Motoren in den Boxen auf. Ein Schraubenschlüssel klappert, ein Mechaniker lässt ein lautes  „ F… raus! Ja ich bin da! Wieder am Hockenheimring und wieder mitten drin! Das heißt genau gesagt beim „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival 2012“!

Die ersten Minuten wusste ich nicht genau wo ich anfangen soll! Aber die Motoren und auch der Mechaniker haben mir an diesen Morgen den Weg aufgezeigt. So, habe ich mich als erstes den Boxen, den nackten Chassis und deren Betreuern gewidmet.

Ein mit Highlights gespicktes Programm war an diesen Wochenende wieder am Hockenheimring zu sehen, zu hören und auch zu riechen! Diese Art von Motorsportveranstaltung ist einfach ein Muss für jeden der sich für Motorsport interessiert. Denn nur hier kann man Motorsport schmecken und nicht nur sehen!

Das Highlight an diesen Wochenende, an dem das Wetter auch zum größten Teil mitspielte, war der Guinness Weltrekordversuch zum „Das größte rollende Automobile Museum der Welt“ knapp scheiterte. Leider kamen viele der angemeldeten Teilnehmer nicht. Die nicht so günstige Wettervorhersage hatte wohl viele abgeschreckt.

814 Fahrzeuge nahmen an dem Weltrekordversuch Teil. Für den Rekord wären aber 949 Fahrzeuge nötig gewesen. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer.

Besonders beeindruckend fand ich das „SuperSportsFestival“! Das vibrieren der zusammen gezählten über 10.000 PS ging durch Mark und Bein. Beim gemeinsamen Rennen der Serien „SuperSportsCup“, „Martini Trophy Series“ und der „Canadian-American Challange Cup“ gingen beeindruckende 25 Fahrzeuge an den Start. Die Fahrzeuge mit bis zu 8 Liter Hubraum und bis zu 700 PS lieferten sich packende Duelle, die Spannung kaum zu überbieten waren.

Ebenfalls eine klasse Show zeigten die Fahrer der „Historic Formular 2“. Eine tolle Rundenzeit fuhr der March 742, gelenkt von Martin Stretton, der die schnellste Runde mit 1:38.396 fuhr.

Das die Monoposti der Formel Junior, die wie jedes Jahr um die „FIA Lurani Trophy“ fuhren, sich wieder ein an Spannung kaum zu überbietendes Rennen lieferten brauch ich ja eigentlich hier nicht zu erwähnen.

Die Präsentation der Formel Fahrzeuge aus 60 Jahren Renngeschichte beim „Race Historie on Track“ oder auch die packenden Positionskämpfe beim Rennen der niederländischen „NKHTGT“, an der Fahrzeuge der Jahre zwischen 1947 und 1965 teilnehmen können, haben mich persönlich wieder vollkommen gepackt. Dominiert hat das Rennen der „NKHTGT“ Matthijs Bakker mit seiner sehr seltenen gebauten (nur 5x) Chevrolet Corvette Grand Sport!

Andere Highlights wie das Steffan Bellof Tribute oder die Ausstellung historischer Renntransporter waren ebenfalls wieder ein beliebtes Ziel beim diesjährigen „Bosch Hockenheim Historic – Das Jim Clark Revival 2012“. Und jetzt viel Spaß bei den Fotos.

Impressionen aus der Boxengasse , Vor dem Rennen , Boss GP , Super Sports Festival , NKHTGT , STT H&R CUP

Jim Clark

James „Jim“ Clark junior, (* 4. März  1936 in Kilmany, Fife, Schottland; † 7. April 1968  in Hockenheim)

Jim Clark gilt bis heute als einer der besten Formel-1-Piloten der Geschichte und wurde zum Vorbild für zahlreiche spätere Weltmeister, darunter Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna. Seine 25 Siege in zur Fahrer-Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix stellten bei seinem Tod Formel-1-Rekord dar.

Tödlicher Unfall

Nachdem sein F2-Wagen in der Woche zuvor in Barcelona beschädigt wurde, aber ein Einsatz für Ford beim Sportwagenrennen in Brands Hatch nicht zustande kam, trat er doch auf dem Hockenheimring an, nachdem er am Abend zuvor im Aktuellen Sportstudio interviewt wurde. Im Regen verunglückte der 32-Jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel-2-Rennen tödlich, vermutlich infolge eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach dem Motodrom von der Piste abkam und mit seinem Lotus 48 gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark waren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr. Die von Lotus-Chef Colin Chapman in Auftrag gegebene Untersuchung des Unfalls durch Peter Jowitt, einen auf Unfallermittlungen von Militärflugzeugprototypen spezialisierten Ingenieur, ergab, dass Jim Clark keine Chance hatte. Auf dem Waldboden versuchte er noch mit Maximaldrehzahl das Fahrzeug in eine andere Richtung zu steuern, doch durch die Vielzahl der Bäume fehlte der Platz und es kam zu dem fatalen seitlichen Einschlag. Jowitt kam zu dem Ergebnis, dass ein Reifenschaden ursächlich für das Unglück war. Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die Jim-Clark-Schikane genannt wurde. An der Unglücksstelle wurde ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich“ zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde.

Clarks Tod erschütterte den gesamten Rennsport bis in seine Grundfesten und schockierte insbesondere die Fahrerkollegen. Juan Manuel Fangio sagte noch kurz vor seinem Tod im Jahre 1995, dass seiner Meinung nach Jim Clark der mit Abstand größte Fahrer aller Zeiten sei. Bereits in seinem Nachruf auf Clark im April 1968 äußerte er unumwunden: „Er war besser als ich.“ Eine vergleichbare Reaktion gab es lediglich noch einmal in der langen Geschichte der Formel 1, 26 Jahre später mit dem Tod Ayrton Sennas. Jene Jahre des Rennsports waren von einer ganzen Reihe von tödlichen Unfällen in den Topkategorien des Motorsports überschattet: Zwischen 1967 und 1971 kamen Lorenzo Bandini (Ferrari, Monaco), Lucien Bianchi (Alfa Romeo, Le Mans), Mike Spence (Indianapolis), Piers Courage (Zandvoort), Ludovico Scarfiotti (Bergrennen Roßfeld), Bruce McLaren (Goodwood), Jochen Rindt (Monza), Pedro Rodriguez (Norisring) und Jo Siffert (Brands Hatch) in ihren Rennwagen ums Leben.

Gedenkveranstaltung für Jim Clark