Das Treffen in Kaunitz

Samstagmorgen, 07.30 Uhr, Auf nach Herford zur A2. Auf dem Parkplatz war das Treffen mit dem Stammtisch aus dem Mindener Raum vereinbart. Die Jungs hatte ich gerade erste am Freitag kennengelernt und vereinbart dass wir uns dort in den Konvoi mit einreihen. Es war noch ein weiterer Mustang vor Ort und gegen 08.20 Uhr trafen auch die anderen Fahrzeuge ein und auf ging’s zum Musikbox- und Straßenkreuzerfestival nach Kaunitz.

Während die Oldtimer auf dem Platz einparkten und Ihre Zelte aufbauten, hatte ich die Gelegenheit mit dem Veranstalter vor Ort einige Worte zu wechseln. Er führte mich über den Platz und zeigte mir nicht nur die Highlights sondern erzählte auch etwas über die Veranstaltung an sich.

Bisher: In den vergangenen Jahren wurden auch neuere Fahrzeuge mit auf den Platz gelassen. Dieses hatte zur Folge, dass viele Oldtimer, die später eintrafen, draußen Parken mussten. Weiterhin wurden neben den Fahrzeugen auch die Zelte aufgebaut und so wurde es noch enger auf dem Platz. Das war nicht Sinn der Veranstaltung.

Heute: Fahrzeuge bis 1976 haben Zugang zum Gelände. Für alle anderen Fahrzeuge wurden Plätze außerhalb des Geländes zur Verfügung gestellt. Campingmöglichkeiten gibt es auf einem etwas abgegrenzten Platz zur Genüge und sind für jeden Zugänglich. Das Ziel ist es, die Oldtimer zusammen zu präsentieren, um das Feeling nicht durch andere Dinge zu stören.

Auf meine Frage hin wie und warum denn die Mischung zwischen Musikboxen und Autos zustande gekommen ist, war die Antwort relativ eindeutig und nachvollziehbar: „Das gehört einfach zusammen!“ Es geht darum die Zeit und das Feeling wieder aufleben zu lassen. Das Design der Musikboxen hat sich früher an den Straßenkreuzern orientiert (siehe unten). Viele Besucher kommen in den entsprechenden Outfits und präsentieren stolz den Look der 50er bis 70er Jahre. Besonders stolz sind die Veranstalter auf die diesjährige hohe Anzahl an Musikboxen. Früher wurden die Boxen direkt vom Platz ´runter verkauft. Allerdings sind die Dinger mittlerweile so Teuer wie ein Kleinwagen. Deshalb hatten viele Verkäufer nur noch begrenzte Stückzahlen dabei, da das Publikum nur noch geschaut anstatt gekauft hatte. In der Halle waren jedenfalls tolle Stände aufgebaut, an denen man und vor allem Frau, alles kaufen konnte was die Zeitepoche zu bieten hatte.

Im Außenbereich stand wieder ein große Bühne, auf denen den ganzen Tag über Programm in Form von Musik, Bands und vielem mehr geboten wurde. Wichtig sei noch erwähnt, dass bei der Fahrzeugvorstellung nicht PS und Hubraum im Vordergrund stand, sondern die Menschen und ihre Geschichten dahinter. Warum hast Du dich gerade für den Wagen entschieden? Woher hast Du den bekommen? Erzähl doch mal.....

Teilweise gibt es abenteuerliche Geschichten über Herkunft und Transport der Fahrzeuge, die man nicht für Möglich hält.

Ah´s, Oh´s und Schau doch mal – das war den ganzen Tag zu vernehmen und so habe ich mehrmals einen Rundgang über das Gelände gemacht und unglaubliche Fahrzeuge und Ideen der Präsentation vorgefunden. Wie viele Fahrzeuge hier im Raum unterwegs sind und wie liebevoll viele von ihnen dargeboten wurden war und ist faszinierend! Lasst Euch das nicht entgehen, denn nächstes Jahr gibt es wieder ein Musikbox- und Straßenkreuzertreffen in Kaunitz.

Einen Einblick findet ihr hier in den Fotos: Musikbox- und Straßenkreuzertreffen

Straßenkreuzer

Straßenkreuzer ist im deutschen Sprachraum die Bezeichnung für Autos aus amerikanischer Produktion, die in ihrem Ausmaßen und ihrer Gestaltung einen teilweise als übertrieben empfundenen Prunk verdeutlichten. Merkmale dieser Fahrzeuge sind eine Länge von bis zu 6 Metern selbst bei Coupés, breite, verchromte Kühlergrille, auffällige Scheinwerfer und Rückleuchten sowie in den 1950ern teilweise riesige Heckflossen. Motorisiert waren diese Fahrzeuge mit großvolumigen, verbrauchsintensiven Motoren. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist eine extrem weiche Federung. Hersteller von Straßenkreuzern waren im wesentlichen die "Großen Drei" General Motors, Ford und Chrysler, am eindrucksvollsten mit ihren Luxusmarken Cadillac und Lincoln.

Mit der ersten Ölkrise 1973 verloren diese Fahrzeuge Auf Grund des hohen Kraftstoffverbrauchs dieser Fahrzeuge stark an Bedeutung. Der Publikumsgeschmack in den USA verlagerte sich auf die noch größeren Pickups. Der einzige heute noch gebaute Straßenkreuzer ist das Lincoln Town Car; heute wird dieser jedoch von drei europäischen Fahrzeugen in seiner Länge übertroffen: Maybach 62, Rolls-Royce Phantom und Bentley Arnage.

Jukebox

Eine Jukebox ist ein Automat, der durch den Einwurf von Münzen (früher ein oder zwei Groschen) Musik abspielt. Im Deutschen ist auch der Begriff „Musikbox“ gebräuchlich. In der IT bezeichnet der Begriff Massen-Speichergeräte. - So weit so gut – aber was bedeutet das genau und wo kommen die Dinger eigentlich her? Dank Wikipedia sind wir gleich schlauer.

Geschichte

Das Wort Jukebox kommt aus dem kreolischen Sprachraum und leitet sich von „jook“ bzw. „juke“ ab, das humorvoll obszöne Musik, Tanz oder Sprache heißt. Eine Jukebox kann zwischen 8 und 120 Platten beinhalten (Schellackplatten, Vinyl-Singles, ab den Achtzigern CDs), aus denen man sich mittels Münzeinwurf und über eine aus Buchstaben und/oder Zahlen bestehende Tastatur einen Titel auswählen konnte.

Das klassische Design der Jukeboxen der 1940er Jahre – auch "Golden Age Era" genannt – von den US-Firmen wie Rudolph Wurlitzer Company, J. P. Seeburg, Rock-Ola, Evans, Mills oder Automatic Musical Instrument Corp. (AMI) wurde gekennzeichnet von großen, farbigen und beleuchteten Plastiks (Catalin) und Pilastern. Die Sichtmechanik war bei einigen Modellen nicht offen, z.B. bei Seeburg. In den 1950er Jahren wechselte das Design zu Chrom und Glas und Ähnlichkeiten zum Auto-Design wurden sichtbar (Heckflossen, Panoramascheiben, Cadillac-Rücklichter usw.) – auch genannt „Silver Age“.

Die Vorgänger der Jukebox, auch „Groschengrab“ genannt, war der automatische Phonograph, ein Musikautomat, der Musik von einer Wachswalze abspielte. Diese wurden ab 1889 in größeren Mengen produziert, nachdem Louis Glass am 23. November 1889 im Restaurant Palais Royal in San Francisco einen solchen öffentlich vorgeführt hatte.

Internationales Musikbox- und Straßenkreuzer-Festival

Ostwestfalenhalle in Verl Kaunitz am 28. u. 29.Mai 2011

Was für ein Bild: wenn sich hunderte von amerikanischen Oldtimern aller Baujahre bis 1976 an der Ostwestfalenhalle in Verl-Kaunitz am 28. & 29.Mai wieder zum Musikbox- und Straßenkreuzer-Festival versammeln, fühlt man sich direkt in das Amerika der 50´s versetzt und in die Wirtschaftswunderzeit , als das Benzin noch bezahlbar war .

Der Besucher, ob mit oder ohne Auto, taucht ein in eine vergangene Zeit und geniesst das Flair der guten alten Zeit hautnah... Alles, was die 50´s so beliebt macht, wird dort zu finden sein: ein großes US-Oldtimer-Treffen (im letzten Jahr fast 2500 (!)) und jede Menge Kultobjekte zum Bestaunen und Kaufen, eine Atmosphäre, die den Besucher glauben macht, in der Staffage eines Elvis-Filmes gelandet zu sein. Wie immer wird auch dieses Mal wieder ein großes Live-Programm die Besucher erwarten, mit oder ohne altes Auto warten wieder zwei Tage voller Überraschungen und Spaß. Wie in jedem Jahr gibt´s auf 2 Bühnen jede Menge Rock´n´Roll - Musik der Spitzenklasse, die Roomates sind zurück, außerdem die Downhomers sowie Al Rocco & His Roccotones und die Jive-O-Matics aus Hamburg.

Dazu leckeres Essen für jeden Geschmack und den großen 50er Jahre-Markt, auf dem es alles zu kaufen und zu bestaunen gibt, was die 50´s ausmacht : alte Musikboxen, Ersatzteile, Automaten, Literatur, Kleidung, Neon-Art, bunter Kleinkram, Schallplatten und und und... Wer glaubt, das Zeug zum Rock´n´Roll-Star zu haben (gerne auch eine Band) kann sich unserer Jury stellen und als Preis ein Engagement in Kaunitz im nächsten Jahr gewinnen.

Wie´s geht , steht auf der Jukin´50´s-Website.

Öffnungszeiten : Sa öffnet die Veranstaltung um 10h mit Ende offen, am Sonntag wie gehabt von 10-18h.

Neu in diesem Jahr: US-Cars bis Bj. 76 incl. 2 Personen dürfen gratis auf das Gelände, Europäer bis Bj. 1969 ebenfalls (Modellreihen die erstmals 1969 und weitere Jahre unverändert gebaut wurden, auch wenn sie geringfügig jünger sind) . Neuere Fahrzeuge können aus Platzgründen leider nicht mehr auf das Gelände, bekommen aber einen gesonderten Parkplatz.