Saisoneröffnung 2018

 

 

 

Bremen Classic Motorshow eröffnet Oldtimersaison 2018

Unter dem Titel „Gran Turismo 2+2: Jetset für die Straße“ präsentiert die Bremen Classic Motorshow zur Saisoneröffnung 2018 vom 2. bis 4. Februar die edlen, konkurrenzlos schnellen Reisecoupés der Gran-Turismo-Kultur, die in den 50er- bis 70er-Jahren als Traumwagen ganzer Generationen galten.

Westeuropa, zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Überall entstehen breite, noch leere Fernstraßen, die die Sehnsüchte nach neuen Horizonten beflügeln. Die Erfüllung dieser Sehnsüchte ist die große Reise im eigenen Wagen. Der für diesen Zweck zu einem eigenen Genre erwächst: fest bedacht, rassig geformt, überlegen motorisiert, gediegen ausgestattet – und versehen mit dem Notbehelf einer zweiten Sitzreihe, die die bevorzugte Zweisamkeit artikuliert. Bequem wie eine Limousine, dabei aber schneller als ein harter, lärmender Sportwagen: So lautet die schlichte Rezeptur. In Italien entsteht der Gattungsbegriff Gran Turismo – und das Aurelia-Coupé von Lancia als Urvater der neuen Spezies. 1953 erstarkt der elegante Fließheck-Reisewagen, der das Kürzel GT erstmals im Namen führt, auf 118 PS. Womit er 185 Stundenkilometer macht; einem Porsche 356/1500 Super, dem schnellsten deutschen Serienauto jener Tage, geht bereits bei Tempo 175 die Luft aus.

Doch die Aurelia GT markiert nur den Anfang. Um 1960 setzt unter den Herstellern edler Gran-Turismo-Typen ein Wettrüsten um die prestigeträchtige Höchsttempo-Krone ein. 250, 270, 280 Stundenkilometer – ständige neue Bestmarken definieren die Hierarchie automobiler Träume unter autobegeisterten Jungen.

Einen guten Teil dieser Faszination bringt die Bremen Classic Motorshow mit der traditionellen Sonderausstellung zurück. Als Live-Erlebnis von zehn Exponaten klassischer Gran-Turismo-Traumautos wie dem Lancia Aurelia GT – und vor allem solchen, die mancher ewige Bewunderer bislang nur aus dem Autoquartett kennt. Etwa den 7,2-Liter-Boliden Monteverdi High Speed 375 L aus der Schweiz, den Glas V8, den Facel Vega Facel II oder den … halt, mehr wird nicht verraten. Die Bremen Classic Motorshow bildet damit einmal mehr nicht nur den Auftakt der neuen Oldtimer-Saison 2018, sondern gleich auch den ersten Höhepunkt!

Gran-Turismo-Traumautos fahren an der Weser vor

"messe bremen/studio seekamp" Zwei plus zwei macht vier – gemäß mathematischer Logik. „Nach automobiler Rechnung ergibt es hingegen eine Sitzanordnung, die für die faszinierende Fahrzeugklasse Gran Turismo steht – und für die entsprechende Lebensart“, erklärt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow, die von Freitag und Sonntag, 2. bis zum 4. Februar, in der Messe Bremen das Oldtimer-Jahr 2018 eröffnet. Die edlen, konkurrenzlos schnellen 2+2-Sitzer der Gran-Turismo-Kultur, die in den 50er- bis 70er-Jahren als Traumwagen ganzer Generationen galten, bilden das Thema der dortigen Sonderausstellung „Gran Turismo 2+2: Jetset für die Straße“.

Westeuropa, zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Überall entstehen breite, noch leere Fernstraßen, die die Sehnsüchte nach neuen Horizonten beflügeln. Die Erfüllung dieser Sehnsüchte ist die große Reise im eigenen Wagen. Der für diesen Zweck zu einem eigenen Genre erwächst: fest bedacht, rassig geformt, überlegen motorisiert, gediegen ausgestattet – und versehen mit dem Notbehelf einer zweiten Sitzreihe, die die bevorzugte Zweisamkeit artikuliert. Bequem wie eine Limousine, dabei aber schneller als ein harter, lärmender Sportwagen: So lautet die schlichte Rezeptur. In Italien entsteht der Gattungsbegriff Gran Turismo – und das Aurelia-Coupé von Lancia als Urvater der neuen Spezies. 1953 erstarkt der elegante Fließheck-Reisewagen, der das Kürzel GT erstmals im Namen führt, auf 118 PS. Womit er 185 Stundenkilometer macht; einem Porsche 356/1500 Super, dem schnellsten deutschen Serienauto jener Tage, geht bereits bei Tempo 175 die Luft aus.

Doch die Aurelia GT markiert nur den Anfang. Um 1960 setzt unter den Herstellern edler Gran-Turismo-Typen ein Wettrüsten um die prestigeträchtige Höchsttempo-Krone ein. 250, 270, 280 Stundenkilometer – ständige neue Bestmarken definieren die Hierarchie automobiler Träume unter autobegeisterten Jungen, für die der Blick durchs Seitenfenster auf den Tacho zum Volkssport reift. Gleichzeitig entbrennt ein Glaubenskrieg darüber, ob die mittlerweile anliegenden 350 bis 400 PS den Hubraumweiten gusseiserner US-Achtzylinder zu entweichen haben – oder aber den irren Drehzahlen filigraner Vier-Nockenwellen-Kunstwerke aus Norditalien.

Kurz nach dem Höhepunkt der Gran-Turismo-Kultur beginnt ihr Aussterben. Nicht aufgrund der Benzinpreise, die ab 1973 im Zuge der Ölkrise explodieren. Sondern vor allem durch den Gesellschaftswandel, der das einst bewunderte Dolce Vita sozialkritisch zur verachtenswerten Dekadenz aburteilt. Während Maserati- und Ferrari-Fahrer mit dem Umstieg auf weniger exponierte Hochleistungs-Viertürer à la Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 die neue Bescheidenheit üben, erfährt das GT-Kürzel eine erstaunliche Demokratisierung; zunächst am heißen VW Golf GTI, schließlich an zig Kleinwagen mit Drehzahlmesser statt Radkappen. Damit ist die einst so faszinierende Aura der sündteuren Schnellreise-Coupés endgültig besiegelt. Was bleibt, ist die verklärte Erinnerung an eine Epoche, in der die persönliche Bestzeit zwischen Hamburg und München noch eine echte, unschuldige Faszination entfachte.

Einen guten Teil dieser Faszination bringt die Bremen Classic Motorshow mit der traditionellen Sonderausstellung zurück. Als Live-Erlebnis von zehn Exponaten klassischer Gran-Turismo-Traumautos wie dem Lancia Aurelia GT – und vor allem solchen, die mancher ewige Bewunderer bislang nur aus dem Autoquartett kennt. Etwa den 7,2-Liter-Boliden Monteverdi High Speed 375 L aus der Schweiz. Oder den … halt, mehr wird nicht verraten. Bis zum 2. Februar 2018, wenn die nächste Bremen Classic Motorshow ihre Tore öffnet. Und damit einmal mehr nicht nur den Auftakt der neuen Oldtimer-Saison 2018 bildet. Sondern auch deren ersten echten Höhepunkt.

Von Sammlern für Jäger

copright pressefoto stefan ahlgrimm V8-Survivors, Geländewagenklassiker und Fahrradraritäten fahren in Bremen vor.

Seit 1993 stand Stefan Ahlgrimms Dodge Coronet auf einem Hinterhof in Los Angeles. 20 Jahre verbrannte die beständig scheinende Sonne Kaliforniens den Lack, war der Wagen Smog, den Winden des Pazifiks und der Wüste sowie dem subtropischen Klima ausgesetzt. 2013, als der Braunschweiger das Auto bei einer Online-Auktion erstand, war aus dem ursprünglichen Farb-ton Dark Copper Metallic ein verwaschenes Braun und Blau geworden, die Reifen waren platt und die Sitzbezüge zerschlissen. „Trotzdem war es Liebe auf den ersten Blick“, sagt Ahlgrimm. Sein Fundstück gehört zu den acht fahrbereiten Klassikern der 1950er- bis 1970er-Jahre mit Erstlackierung und Acht-Zylinder-V-Motoren, die als „V8-Survivors“ von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. Februar 2018, auf der Bremen Classic Motorshow zu sehen sind.

Zumindest äußerlich wie auf dem Weg zum Schrottplatz wirken auch der Pontiac Chieftain von 1958 oder ein Pontiac GTO von 1969, die in Bremen vorfahren. Die insgesamt acht Überleben-den haben vor allem eins gemeinsam: Patina. So arbeitete Ahlgrimm den Innenraum seines Dodge Coronet, Baujahr 1967, originalgetreu auf, die Karosserie blieb aber unberührt. „Von einem ‚Survivorʼ spricht man in Zusammenhang mit klassischen US-Cars, wenn die originale Optik weitestgehend erhalten ist, technische Modifikationen möglichst nicht sichtbar sind und für die originale Teilrestaurierung zeitgenössisches Zubehör verwendet wird“, so der Autoexperte Helge Thomsen, der die Sonderschau mitkuratiert. Im Vergleich zu kompletten Restaurierungen sei jeder „Survivor“ ein absolutes Einzelstück.

Neben der Optik macht die einfache, ursprüngliche Technik für Stefan Ahlgrimm den Reiz dieser Autos aus. Reparaturen in Eigenregie seien durchaus möglich. Gleiches gilt für historische Geländewagen. „Vorausgesetzt, die Basis ist in Ordnung“, sagt Marc Ziegler, Redakteur bei „Off Road“. Die Geschichte der geländegängigen Fahrzeuge zeichnet die Bremer Oldtimermesse in Kooperation mit dem Münchner Magazin in einer Ausstellung nach. Unter den Exponaten ist ein Willys-Overland MB von 1946, der als Urvater der Jeeps gilt. Ebenso ein Suzuki LJ80, Baujahr 1978, der in einem Wohnzimmer restauriert wurde. „Die Ersatzteile sind – je nach Marke – einfach zu bekommen. Bei Modellen wie dem Mercedes G 460, die vom Militär genutzt wurden, mussten die Hersteller vertraglich zusichern, entsprechende Teile vorzuhalten“, weiß der Autojournalist.

Gleichermaßen interessant für Sammler und Einsteiger ist die neue Sonderschau und Handels-plattform „Stahlrenner“ im Foyer der Halle 1. Rund 40 Fahrradraritäten reflektieren die Entwick-lung von Design und Technik des 20. Jahrhunderts. Darunter ist etwa eine Bianchi Folgore aus dem Jahr 1932, die bei der Tour de France und dem Giro d‘Italia im Einsatz war. Sie stammt – wie auch die neuwertige, nie bewegte Kalkhoff Professional von 1975/76 – aus der Sammlung des Rad-Enthusiasten Wolfgang Hagemann. Insgesamt 16 Zeitfahrmaschinen und Rennräder, hergestellt etwa von Stollenwerk, Rigi, Mécacycle, MKM, Colnago oder Cinelli – darunter Prototypen und Werkteam-Räder – steuert er für die Bremer Schau bei. Komplette Werksmaschinen wie die Bianchi Folgore seien heute selten. „Üblicherweise haben sich freie Fahrer den Rahmen ausgesucht, die restlichen Komponenten auf ihre individuellen Bedürfnisse hin zusammenge-stellt und das Rad aufgebaut“, erzählt Hagemann. Zwei oder drei seiner Radraritäten wird der 55-Jährige auch mit einem Preisschild versehen.

Best of British – The TT-Legends

copyright pressefotos marc pejot Bremen Classic Motorshow 2018: Ein Fest für Strassenrennfans

Eine bisher noch nirgendwo gezeigte Vielfalt von 20 englischen Motorrädern versammeln die Macher der Bremen Classic Motorshow von Freitag bis Sonntag, 2. bis 4. Februar 2018, in der Messe Bremen. Die Sonderschau „Best of British – The TT-Legends“ zeigt Originale aus den großen Rennjahren der „Isle of Man Tourist Trophy“ (TT). Angefangen mit der Rudge „Multi“ aus dem Jahr 1914 bis zur AJS 7R „Boy Racer“ von 1962 gestatten diese Maschinen einen einmaligen wie reizvollen Überblick über die rasante technische Weiterentwicklung jener Epochen. „Unter den ausgestellten Rennmotorrädern befinden sich sogar die Original-TT-Siegermaschinen von 1934, 1949, 1952 und 1954“, sagt Projektleiter Frank Ruge.

Motorräder aus England gaben einst den Ton an und zahlreiche Hersteller befanden sich vor den Augen eines sportbegeisterten Publikums im Wettstreit. Da in England jedoch Rennen auf öffentlichen Straßen verboten waren, musste auf die Isle of Man ausgewichen werden. Auf diesem Eiland zwischen England und Irland entwickelte sich die TT zum berühmtesten Motorradrennen der Welt, das auch heute noch stattfindet.

1907 wurde das Rennen mit strikten Vorschriften über die zugelassenen Serien-Motorräder und deren Benzinverbrauch erstmals ausgetragen. Die Hersteller betrachteten es als Härtetest für ihre Konstruktionen. 1911 wurde die Streckenlänge auf jene 60 Kilometer erweitert, die heute noch befahren werden. Auf Landstraßen geht es über 420 Höhenmeter bergauf und bergab, durch Städtchen und Dörfer, an Hecken, Zäunen und Mauern entlang, um 225 Kurven und manchmal durch recht unterschiedliche Wetterzonen.

Der erste TT-Sieg einer ausländischen Motorradmarke, 1911 durch Indian aus den USA, stachelte die technische Entwicklung der englischen Motorräder erheblich an. Die TT-Rennen gerieten alljährlich zur bedeutendsten Leistungsschau für Konstrukteure wie für Rennfahrer. Manche Hersteller begnügten sich mit Einzelerfolgen, andere richteten ihr Markenimage ganz und gar auf TT-Siege aus. Deren Glanz wertete die gesamte Modellpalette auf. Firmen wie AJS, Norton, Rudge und Velocette boten Varianten der technisch hochentwickelten Rennmaschinen für private Sporteinsätze oder als exklusive Straßenmotorräder zu entsprechend hohen Preisen an.

Siegreiche TT-Motorräder aus England und ihre Fahrer standen in den 1920er- und 1930er-Jahren auch bei den Grand-Prix-Rennen in ganz Europa im Mittelpunkt. Mit der Einführung einer Europameisterschaft im Motorrad-Straßenrennsport wurde die TT 1938 zum Saisonauftakt dieser Rennserie, aus der schließlich 1949 die Motorrad-Weltmeisterschaft hervorging. Den englischen Marken entstand Konkurrenz aus Italien und Deutschland. Doch die Tatsache, dass ausländische Motorradhersteller immer wieder auf TT-Fahrer aus England und Irland setzten, steigerten Prestige und Publikumsinteresse des Rennens weiter. Die meist kleineren heimischen Hersteller konnten sich allerdings den Aufwand kaum mehr leisten, schränkten die technische Weiterentwicklung ein und ließen sie nach 1954 fast völlig zum Stillstand kommen. 1961 gab es die letzten Siege der einheimischen Marke Norton. Italienische und japanische Hersteller übernahmen danach das Zepter.

Die Strecke geriet aufgrund enorm steigender Fahrleistungen der Rennmaschinen zunehmend in die Kritik. Mit der Folge, dass ab 1977 die TT aus dem WM-Kalender fiel. Seit 40 Jahren wird die Veranstaltung deshalb schon totgesagt und bleibt trotzdem das Mekka für Straßenrennfans aus der ganzen Welt.

Hier gibt es die Fotos der Messe 2018:

Impressionen der Messe 2018 , Fotos der Zweiräder 2018

45.577 Besucher waren 2017 dabei, um das ein oder andere „Benzingespräch“ zu führen, Tipps zur Restaurierung auszutauschen, das passende Ersatzteil oder ein neues Gefährt zu finden. „Mehr als 600 Aussteller aus zwölf Nationen bieten auf rund 47.000 Quadratmetern alles für Einsteiger, Experten und Enthusiasten“ sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremer Oldtimermesse. Weitere Anziehungspunkte jeder Bremen Classic Motorshow sind die Präsentationen der rund 100 Automobil- und Zweiradclubs sowie die Sonderschauen.

Es war uns ein Fest! :

Hier gibt es die Fotostrecke der Bremen Classic Motorshow 2017

Hier gibt es die Fotostrecke der Bremen Classic Motorshow 2016

Hier gibt es die Fotostrecke der Bremen Classic Motorshow 2015

Hier gibt es die Fotostrecke der Bremen Classic Motorshow 2014

Hier gibt es die Fotostrecke der Bremen Classic Motorshow 2013

Hier gibt es die Fotostrecke der Bremen Classic Motorshow 2012